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Kooperative Prozessgestaltung

"Der Begriff Kooperative Prozessgestaltung bezeichnet [Unterstützungs-] Prozesse, die sowohl intra- und interprofessionell als auch gemeinsam mit einer Klientin oder einer Klientengruppe im Hinblick auf definierte Ziele geplant, umgesetzt und ausge­wertet werden." (Hochuli Freund/Stotz 2015: 135)

 

Prozessmodell

Die Methodik Kooperative Prozessgestaltung ist ein generalistischer, methodenintegrativer Ansatz für das professionelle Handeln in der Sozialen Arbeit. Ihm zugrunde liegt ein zirkulär angelegtes Prozessmodell, bestehend aus sieben Prozessschritten, die in Kooperation mit Klientinnen und anderen Professionellen zu gestalten sind. Die Methodik ist professionstheoretisch fundiert und geht vom Grundverständnis aus, eine Situation zunächst genau zu erfassen, Themen und Probleme herauszuarbeiten und mögliche Erklärungen dafür zu finden. Erst auf dieser Basis von Fallverstehen können gemeinsam mit allen Beteiligten Ziele ausgehandelt, Interventionen geplant, durchgeführt und evaluiert werden (vgl. ebd.: 138).

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Die wichtigsten Merkmale sind:

  • Das Modell unterscheidet eine analytisch-diagnostische und eine Handlungs-Phase sowie zwei Kooperationsebenen.
  • Der Prozess wird idealtypisch in sieben aufeinanderfolgende Schritte unterteilt, die fallbezogen situativ auszugestalten sind.
  • In jedem Prozessschritt können unterschiedliche Methoden und Instrumente beigezogen werden.
  • Bei jeder Methode wird die Eignung für die Kooperation auf der Ebene der Klienten wie auf der Fachebene beurteilt.
  • Die Methodik ist hinsichtlich Methoden und Instrumente für unterschiedliche Praxisfelder zu konkretisieren.Sämtliche Methoden werden überprüft, inwiefern sie professionsethischen Werten genügen (z.B. Ressourcenorientierung, Autonomie).

 

Lehrbuch KPG 

  

Das Konzept Kooperative Prozessgestaltung ist 2015 als Lehrbuch in der dritten Auflage erschienen und wird an der Hochschule für Soziale Arbeit FHNW in der Aus- und Weiterbildung gelehrt.

Im Rahmen von Dienstleistungen wird die Methodik im Hinblick auf den spezifischen Auftrag von Praxisorganisationen ausdifferenziert und es werden gemeinsam geeignete Methoden und Instrumente erarbeitet und implementiert. In verschiedenen Projekten wird die Weiterentwicklung des methodengestützten professionellen Handelns vorangetrieben und erforscht.

 

[Weitere Publikationen]

Kontakt:

 

 

Aktuell:

Werkstatt Fallverstehen: Neue
Instrumente für die Praxis

21. - 22. November 2017 in Olten


 

Abschluss-Event
Projekt Systemische Diagnostik
für die Soziale Arbeit

19. Mai 2017, nachmittags in Olten


 

Fachseminar Fallbesprechung leiten
14. September 2017
15. September 2017
02. November 2017
jeweils in Olten

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